Warhammer: Bretonia … erste Truppen

Demnächst steht eine Eskalationskampagne in Old World an, die bei 500 Punkten beginnt. Für dieses Unterfangen habe ich mich entschieden, meine Bretonen zusammenzusuchen und zu bemalen. Nun sind die erste paar Miniaturen fertig.

Als erste Heldin habe ich die klassische Morgiana Le Fay ausgewählt, die die als Dame der Herrin des Sees auf Einhorn ins Feld führen möchte.

Als Gefolge kommt als erstes eine Einheit Men-at-arms (Landsknechte). Zielgröße, was ich im Moment mit Modellen hinbekomme, werden es vermutlich um die 30 Modelle werden. Es handelt sich um eine Mischung aus klassischen GW Zinn Modellen und weiteren von Harlequin Miniatures.

Und natürlich auch direkt die ersten Knappen:

Als Bogenschützen kommen einige gedruckte Medbury Figuren dazu, die ich kürzlich für Baron’s War bemalt hatte. die Rundbases haben ja zum Glück den richtigen Durchmesser. Mittelfristig sollen natürlich Miniaturen auf eckigen Bases in die Armee, aber da diese schon fertig sind, kann das in der Bemalpriorität zunächst weiter nach unten rutschen.

Warhammer: The Old World – Chaos Marauders Reinforcement

Finstere Krieger aus dem eisigen Norsca

Aus den eisigen Gebieten Norscas im hohen Norden drängen die Heerschaaren des Chaos in die Reiche der Alten Welt. Einen gewaltigen Teil der finsteren Armeen machen wilde Barbarenhorden aus. Diese haben nun nach vielen Jahren nagelneue Miniaturen zur Verstärkung bekommen.

Begleitet von The Razing of Westerland, dem zweiten Arcane Journal der Krieger des Chaos, bekommen die Barbaren zwei neue Designs für klassische Einheiten: Chaosbarbaren und Chaosbarbarenreiter. Zur Einführung sind diese in einem Armeeverstärkungsset mit 50 Miniaturen zu haben. Neben den 40 Chaosbarbaren und 10 Reitern befinden sich auch zwei reichhaltige Abziehbilderbögen in der Box.

Miniaturen

Das Armeeverstärkungsset enthält zweimal drei Gussrahmen der Reiter, aus denen sich insgesamt 10 Modelle bauen lassen, sowie viermal drei Gussrahmen der Barbaren, die beeindruckende 40 Figuren ergeben.

Chaosbarbaren

Chaosbarbaren bilden das Kernstück einer Wolves of the Sea-Themenarmee, sind aber natürlich auch eine günstige Infanterieeinheit für jeder andere Chaos-Armee. Mit der aktuellen Erweiterung hat die Einheit neue Regeln bekommen, aber auch eine Änderung ihrer Basegröße von 25 auf 30 mm. Über diese Anpassung der Bases dürften viele Chaos-Spieler wenig erfreut sein, da sich dies natürlich auch auf bestehende Miniaturen in Sammlungen auswirkt. Für die neuen großen Modelle ist diese Größe aber durchaus sinnvoll und bringt den angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass nun viele Helden der Chaoskrieger besser in Barbaren-Einheiten integriert werden können, da sie jetzt dieselbe Basegröße teilen.

Aus den Gussrahmen der Chaosbarbaren lassen sich Miniaturen mit drei Ausstattungs-Optionen zusammenbauen. Mit Handwaffe und Schild, mit Kriegsflegel oder mit Zweihandwaffe. Bei den Modellen handelt es sich um 10 unterschiedliche Monopose-Figuren, die bestenfalls durch Wechsel der Handwaffe und des Kopfes variiert werden können, doch sind 10 Posen eine ausreichende Menge, um Dopplungen in der Gesamtwirkung unauffällig zu halten. Dekorative optionale Bits oder eine zweite Standarten-Variante sucht man leider vergebens, doch sind die Modelle bereits mit allerlei Details gestaltet, dass dies auch nicht sonderlich nötig wäre.

Die Qualität der Güsse ist wie gewohnt hervorragend. Auch die Posen und Kleinteile sind liebevoll detailliert und gelungen. Als Einheit sind die Barbaren dynamisch und die einzelnen Figuren ausreichend individuell und passen dennoch aufgrund von einigen stets wiederkehrenden Merkmalen als Einheit gut zusammen. Das Erscheinungsbild mit deutlich mehr Kleidung und Fell trifft das nordische Thema, das den Kriegern zugrunde liegt, deutlich besser, als die Steppenbarbaren-Optik von älteren Umsetzungen dieser Einheit.

Wie üblich, bleiben auch diese Modelle vom bekannten Size-Creep nicht verschont. Gegenüber ihren Vorgängern sind die Miniaturen etwas größer ausgefallen, passen aber sehr gut zu den aktuellen Chaoskriegern. Die Entwicklung des Detailreichtums, der Körperproportionen und der Qualität von Miniaturen wird im direkten Vergleich auch gut sichtbar (auf dem Bild ein Zinn-Modell aus der 5. Edition von Warhammer und ein Plastik-Modell aus der 6. Edition neben dem aktuellen Krieger).

Für die Darstellung der Berserker aus dem Warriors of Chaos-Journal eignen sich die Modelle leider nicht gut, da ihnen die Option für eine Darstellung mit zwei Handwaffen fehlt. Ebenso ist eine Einheit mit Handwaffe nicht ohne Schild vorgesehen, obgleich die Regeln diese Option erlauben.

Chaosbarbarenreiter

In ihrer Kavallerie-Version sind die Modelle ein wahres Detailfeuerwerk, wobei auch hier abgesehen von den Köpfen keine echten Variationsmöglichkeiten bestehen. Die Reiter lassen sich natürlich in der Ausrüstungsoption mi Kavalleriespeer oder alternativ mit dem allseits beliebten Kriegsflegel bauen.

Auch die Chaosbarbarenreiter haben eine Größenanpassung verpasst bekommen. In ihrem Fall noch sehr viel deutlicher als die Infanterie. Im Vergleich mit dem Chaosritter wird das Ziel aber klar, denn mit diesem reitet der Barbar nun auf Augenhöhe.

Der Maßstab ist sicherlich Geschmackssache. Für mich dürften die Modelle gern ein wenig kleiner ausfallen, denn unsere Tische wachsen ja nunmal nicht mit und je wuchtiger die Modelle werden, desto weniger Armee-Eindruck können sie transportieren. Im direkten Vergleich der drei Chaosbarbarenreiter zueinander musste ich dann doch etwas schmunzeln …

Fazit

Ich stehe eigentlich auf einen klassischen Look bei Warhammer-Modellen und auf die Möglichkeit, Modelle individueller zusammenbauen zu können und mit Details zu spicken. Bei diesen Einheiten muss ich jedoch zugeben, dass die Neuauflage ein wirklich großer Gewinn ist. Lediglich hätte ich die Modelle für meinen Geschmack ein wenig kleiner, dafür gern weiterhin die Infanterie auf 25 mm Bases gesehen, aber dahingehend wird man es nie jedem recht machen können. Die beiden neuen Einheiten werten die Armeen des Chaos optisch auf jeden Fall sehr deutlich auf.

Warhammer: Age of Sigmar – HELSMITHS OF HASHUT

Die Rückkehr der Chaoszwerge

„Die Reiche gehören uns. Die Duardin waren schon immer die Herren des Landes. Niemand soll leugnen, dass wir die Wahrhaftigsten unserer Art sind. Als das Chaos kam, beschämten wir uns nicht durch einen Rückzug.“ Die Legionen aus der Helschmiede des Hashut halten mit dem neuen Armee-Set Einzug in die Warhammer-Welt von Age of Sigmar. 

Chaoszwerge gibt es seit den Anfängen von Warhammer. Bereits 1985 erhielten sie mit der Chaos Dwarf Renegades-Box ihre erste Inkarnation. Zunächst als Zwerge mit jeweils sehr individuellen chaotischen Malen. Als sie später zu einer Armee ausgebaut wurden, erhielten die nachfolgenden Modelle einen comichaften Look, der sich stark an der Optik des antiken Assyriens orientierte und entsprechende Mythologie beinhaltete, wie zum Beispiel die mächtigen Lammasu, Mischwesen aus Stieren und Menschen. Ein reguläres Armeebuch gab es für die Chaoszwerge aber nie, lediglich ein White Dwarf-Sonderheft (die Zeitschrift zum Tabletop) mit entsprechenden Regeln. Lange Jahre geschah nicht viel, bis schließlich in den 2000ern bei Forgeworld neue Miniaturen und Regeln im Tamurkhan-Supplement erschienen. Als 2024 Warhammer: The Old World die Bühne betrat, bekamen die Chaoszwerge zwar eine offizielle Armeeliste, jedoch auch hier wieder im nicht unterstützten Legends-Sektor des Spiels.

Obwohl die Chaoszwerge also auf eine solch lange Geschichte zurückblicken können, stellt Helsmiths of Hashut für Age of Sigmar die erste reguläre Integration der Chaoszwerge in Warhammer dar.

Miniaturen

Die Chaoszwerge waren stets eine kontrovers betrachtete Fraktion. Die durch die assyrische Kultur beeinflussten Modelle mit den riesigen Kopfbedeckungen, die maßgeblich ihr Erscheinungsbild geprägt haben, wurden von den einen belächelt, von den anderen geliebt. Unbestritten hatten sie aber einen enormen Wiedererkennungswert und eigenen Stil. Einige Elemente dieser Optik werden bei der neuen Umsetzung sehr dezent zitiert, allerdings mit deutlich weniger comichafter Überzeichnung. Sowohl die Proportionen der Zwerge als auch deren Ausrüstung sind viel realistischer.

Bei direktem Vergleich wird die Entwicklung sehr deutlich. Ohne Zweifel sind die Details und die Qualität der neuen Modelle, wie man es heutzutage gewohnt ist, überwältigend gut. Was den Stil angeht, muss ich jedoch sagen, dass mir die knubbeligen Zwerge aus alten Zeiten mit dem prägnanten Look ein wenig fehlen werden. Da die neuen Rüstungen leider etwas generisch wirken, hätte ich mir gewünscht, dass man mehr von ihrem speziellen Look beibehalten hätte.

Die Armee-Box enthält Bausätze für einen Kriegsdespoten, elf Infernale Kohorte-Miniaturen, eine Peinigerbombarde sowie eine Dominator-Maschine.

Der Kriegsdespot ist ein charakterstarkes Anführermodell, das mit einigen wenigen Optionen daherkommt. Auf dem Schlachtfeld wirkt er zwar unaufdringlich, aber dennoch imposant.

Die Infernale Kohorte bietet als Bewaffnung die Wahl zwischen Hashutklingen oder Speeren. Wie bereits erwähnt, wirken die Rüstungen ein wenig generisch, sind aber schön detailreich, ohne zu überladen zu wirken, und die Modelle lassen sich gut zusammenbauen. Ein besonderer Hingucker ist der Musiker, der einen Hobgrot als Gongträger mit sich führt.

Die Dominator-Maschine ist ein riesiger mechanischer Stier. Sie kann mit Nah- oder mit Fernkampfbewaffnung zusammengebaut werden. Außerdem stehen einige Varianten wie unterschiedliche Köpfe und Hörner sowie Frontplatten für die Individualisierung zur Verfügung. Beim Betrachten der Fotos war ich zunächst kein Fan der großen Maschine, aber wenn man sie live in Händen hält, muss ich zugeben, dass sie eine mächtige und tolle Wirkung hat –ohne dass das Modell zu überladen wäre.

Da der Stier mit zwei Bewaffnungen genutzt werden kann und die Arme für beide Versionen mitgeliefert werden, war es naheliegend, sie sich als austauschbare Option zu basteln. Leider hat Games Workshop das so nicht vorgesehen, sodass man ein wenig Fingerspitzengefühl einbringen muss, um eine funktionierende Magnetisierung zu erreichen.

Hierzu im Zahnrad des Oberarms zwei Magnete einlassen. Für die Gegenstücke im Unterarm die Plastikzähne in etwa an der Stelle abknipsen, wo diese Zähne beginnen, konisch schmaler zu werden. Anschließend kann man hier die Magnet-Gegenstücke einlassen. Natürlich unbedingt auf die Polarität achten!

Nachdem die Magnet-Verklebung gut getrocknet ist, kann man die Unterarmhälften verbinden und fertig mit der Bewaffnung zusammenstellen. Nun lassen sich Nah- und Fernkampfwaffen als Option austauschen.

Zu guter Letzt ist ein Artilleriemodell im Set enthalten, das wahlweise zu einer Bombarde oder einer Raketenbatterie zusammengebaut werden kann. Da beide Varianten mit derselben Crew gebaut werden und sich nur im Geschütz selbst unterscheiden, schreit auch dieses Modell nach einer Magnetisierung, die aber durch die Bauweise nicht trivial umsetzbar ist.

Optisch weiß die Crew, bestehend aus zwei Zwergen und einem Hobgrot, zu überzeugen. Die Kanone selbst ist okay. Keine aufsehenerregende Innovation, aber vollkommen in Ordnung.

Hier empfiehlt es sich, die Räder erst nach dem Grundieren, eventuell sogar nach dem Bemalen, anzukleben, damit man gut an alle Teile herankommt.

Andere Inhalte

Neben den Miniaturen enthält die Box ein Armeebuch, ein Kartenset und einen Bogen Decals.

Wie so oft hat das Ameebuch aus dem Armee-Set ein anderes Cover als das separat erhältliche. In diesem Fall sogar mit Softtouch-Lackierung, Metallic-Schrift und mit Metallic-Buchschnitt-Veredelung. Ein sehr schickes Buch, dessen Inneres sich nicht vor der edlen Außenoptik verstecken muss. Neben der Geschichte der Duardin beinhaltet es die Regeln für den Einsatz beim regulären Age-of-Sigmar-Spiel sowie in der schnellen Variante Speerspitze. Im Armee-Set sind, abgesehen vom Buch, auch die Karten für beide Spielvarianten enthalten.

Fazit

Es handelt sich um ein Armee-Set. Damit ist die Zielgruppe für diese Box natürlich deutlich festgelegt auf Personen, die mit dieser Armee zu spielen beginnen möchten. Dadurch, dass eine komplette Speerspitze enthalten ist, stellt sich der Einstieg als sehr niederschwellig dar, und die Armee macht in der Speerspitze-Version Spaß. Die Dominator-Maschineist in den Spielen zuweilen ein bisschen zu sehr mächtige eierlegende Wollmilchsau, aber der Effekt hielt sich in den Testrunden gerade noch in Grenzen.

Warhammer: The Old World – Grand Cathay

Die neue Armee aus dem fernen Osten der Warhammer-Welt

Anfang 2024 Ist mit Warhammer: The Old World nach etlichen Jahren Marktabstinenz das klassische Warhammer Fantasy mit einem Regelwerk zurückgekehrt, dass sich recht nahtlos als neue Edition an den Klassiker angliedert.

Mittlerweile gab es natürlich längst keine Modelle mehr für Warhammer Fantasy. Entweder war deren Produktion eingestellt, oder sie sind in die Age of Sigmar-Reihe übernommen worden. Es war also naheliegend, das Spiel mit Regeln für viele der früheren Armeen zu veröffentlichen, sodass es von Spielern des Vorgängers sofort genutzt werden konnte, und nach und nach bestehende Miniaturensets von damals wieder aufzulegen, denn die Neugestaltung von Miniaturen in einem großen Umfang wäre für diesen Zeitraum unrealistisch gewesen.

Nun, da die Kernarmeen nach Plan wieder veröffentlicht sind, folgt der nächste große Schritt. Es kommt nach 20 Jahren die erste wirklich neue Armee für Warhammer Fantasy auf den Markt. Grand Cathay ist ein phantastisch geprägtes Land im Fernen Osten der Warhammer-Welt, dass sich kulturell sehr stark an das altertümliche China unserer Welt anlehnt.

Grand Cathay Produkte und Batallion-Box

Umfang der Veröffentlichung ist eine komplette Armee mit Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Monstern, Helden und großen fliegenden Einheiten. Sicherlich bietet Cathay Raum für mehr Auswahl in der Zukunft, aber diese erste Welle stellt bereits eine gut spielbare und vielseitige Armee dar. Der Kern für den Start ist in der Batallion-Box zusammengefasst. Diese enthält 30 Jade Warrior Infanterie, 10 Jade Lancers Kavallerie sowie zwei Artilleriegeschütze. Ein Held ist leider nicht enthalten und muss separat noch zusätzlich erworben werden, um eine spielbare Armee zu erhalten.

Jade Lancers Kavallerie

Die Batallion-Box enthält 10 Reitermodelle. Hier kann man sich entscheiden, ob man nur eine Kommandoabteilung baut und sieben Lanzenreiter, oder ob man zwei Kommandoabteilungen erstellt, um jeweils 5 Modelle zu einer Einheit zu machen.

Im Lauf der Jahre hat sich die Technik, wie Modelle zusammengesetzt sind, stark verändert. Klassische ältere Miniaturen haben häufig eine linke sowie eine rechte Pferdehälfte und separat einen Kopf. Darauf kann dann irgendeiner der Reiter platziert werden. Bei diesem aktuellen Bausatz ist das etwas anders. Pferde bestehen aus vier Bauteilen, bei denen man nicht variieren kann. Da die Reiter Zügel halten, die je nach Blickrichtung sehr unterschiedlich lang sind, sind auch die Reiter dem jeweiligen Tier fest zugeordnet. Lediglich Lanzenarme lassen sich ohne größeren Aufwand variieren, um zum Beispiel nicht zwei vollkommen gleiche Fünfer-Einheiten zu erhalten.

Der Zusammenbau ist keine allzu große Herausforderung. Die Modelle haben sehr viele tolle Details und die Klebestellen sind meist unsichtbar. Eigentlich alles sehr gut. Solange, bis man die Modelle auf ihre Basen kleben möchte. Als The Old World erschien, wurden Basengrößen gegenüber dem früheren Warhammer Fantasy verändert. Kavallerie hat anstelle von 25 x 50 mm nun 30 x 60 mm erhalten. Dies resultierte aus der Erkenntnis, dass bestehende Bausätze teils extrem eng stehen würden und man sie kaum auf dem Raum unterbringen könne. Man habe aber natürlich nicht vor, künftige Bausätze größer zu gestalten. Das stellt sich hier leider als nicht ganz richtig heraus, denn man hat ein Déjà-vu – die Reiter haben teilweise kaum Raum zwischen sich und es ist die selbe Herausforderung wie früher, sie so zu platzieren, dass sie nebeneinander in der Reihe stehen können. Schade, denn bei den bestehenden älteren Bausätzen war die Basenvergrößerung ein wirklicher Gewinn.

Da es das Bemalen erschweren würde, wenn man um einen Schild herum arbeiten müsste, empfiehlt es sich, die Schilde erst nach der Bemalung anzubringen.

Jade Warriors Infanterie

Die 30 Infanterie-Modelle lassen sich in bis zu drei Regimenter aufteilen. Jedes Modell ist wahlweise mit Schwert und Schild oder mit Hellebarde bewaffnet. Anders als bei der Kavallerie bieten sich hier aber viel bessere Individualisierungsoptionen, da die Arme, Köpfe und Gürtelaccessoires frei ausgetauscht werden können. Nur bei den Hellebarden muss man natürlich darauf achten, dass die passenden rechten und linken Arme kombiniert werden.

Die Schwertscheiden sind leider nicht so gestaltet, dass sie frei den Körpern zugeordnet werden können. Mir ist zwar nicht klar, warum man sich so entschieden hat, aber allzu schlimm ist das auch nicht.

Qualitativ gibt es auch hier nichts zu beanstanden. Die Details sind scharf gegossen, ausreichend abwechslungsreich und die Modelle gut zu bauen. Mein einziger unerfüllter Wunsch wären Optionen bei der Kommandoabteilung gewesen. Insbesondere der Musiker und der Standartenträger haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert und da wären alternative Standarten und Instrumente großartig gewesen.

Artillerie

Die beiden Geschütze können je wahlweise als Kanone oder als Raketenbatterie zusammengebaut werden. Die Artillerie besitzt eine Bedienmannschaft aus drei Personen. Ein Oger kann ihr zusätzlich angeschlossen werden.

Die Kanonenmodelle sind verhältnismäßig groß für ihre Basen. Da das Spiel es den Spielern freistellt, die Bedienmannschaft separat zu stellen und für Spielbelange dann zu ignorieren oder sie auf der Artilleriebasis mit zu platzieren, bin ich ein großer Freund von letzterer Variante. Das ist bei diesem Bausatz allerdings tatsächlich eine gewisse Herausforderung, lässt sich aber bewerkstelligen.

Die Geschütze sind extrem wuchtig. Für ihre Regeln im Vergleich zu bestehender Artillerie anderer Fraktionen ein wenig zu wuchtig. Aber die tolle Optik macht das locker wieder wett. Auch die Bedienmannschaft der beiden Optionen sieht angenehm unterschiedlich aus. Kleines Manko sind hier die Klebestellen des Kanonenrohrs und des Ogers, die jeweils stark sichtbar über große Flächen verlaufen. Man kann sie daher nur schwer verbergen und es bedarf einiger Nacharbeit, sie unsichtbar zu machen.

Resümee

Ich bin kein großer Fan von fernöstlicher Optik in Fantasy-Spielen. Aber da sich Cathay erfrischenderweise mehr am alten China anlehnt, als, wie in den meisten anderen Fällen, an Japan, hat man dennoch das Gefühl, dass es etwas anderes und frischeres ist. Die Warhammer-Einflüsse verbinden sich gut mit dem Erscheinungsbild und ich muss gestehen, dass viele Elemente der neuen Armee mich reizen. Insbesondere für interessierte Neueinsteiger bei Warhammer dürfte Cathay besonders interessant sein, da man hier eine zeitgemäße Armee bekommt. Wenn man die älteren Modelle nicht in liebevoller Erinnerung von „damals“ hat, mögen diese es bei so manchem ansonsten schwer haben.

Warhammer: Khemri – Das große und das kleine Krabbeln

Eigentlich wäre es ja sinnvoll, mit den Standardeinheiten zu beginnen. Also einem Haufen Skelette, aber da mir ständig etwas anderes unter den Pinsel gelaufen ist, machen nun doch andere Einheiten den Anfang in der Khemri-Armee.

Doch allem Voran natürlich einer, der alles zusammenhält … ein Priester (das Metall-Modell von GW, dass die Jahre in seinem Blister bei mir im Regal überdauert hatte und nun auferstanden ist).

… und einen Riesenskorpion wollte ich zurechtmachen. Und da man dessen Unterseite und die Base bemalen sollte, ehe man ihn auf die Base klebt, sollte er Farbe bekommen. Und damit sie gut zusammenpassen, wollte ich dann natürlich alle meine Skorpione parallel bemalen. Also sind es gleich drei geworden.

Das Originalmodell von GW …

… und zwei Metall-Riesenskorpione von Reaper.

Da ich gerade bei Krabbeltieren war, habe ich dann auch gleich die Schwärme gemacht. Da hatte ich noch zwei von den alten GW „Modellen“ aus Metall. Da mir zwei aber etwas wenig erschien, gab es Zuwachs durch drei gedruckte von One Page Rules.

Zuletzt noch ein Riese. Das ist ein Metall-Modell eines mir inzwischen nicht mehr bekannten Herstellers. Passt eigentlich in der Ausrüstung nicht besonders, da er Schwere Rüstung und zwei Waffen haben müsste, aber dieser hatte den Vorteil, dass er halt da war. Also erfüllt er vorerst den Zweck.

Der aktuelle Stand der fertigen Khemri-Modelle:

Age of Sigmar: Gloomspire Gitz – Die Mutter aller Plize

Heute im Garten fiel mir ein ungewöhnlich riesiger Pilz auf. Bei genauerer Betrachtung musste ich feststellen, dass er nicht unbeliebt ist. Grottsches Leben tummelt sich dort …

Nach und nach werden Grots für die Gloomspite Git Armee fertig. Einige sind umgebased aus Warhammer Fantasy, andere neu bemalt. Hier ein paar, die sich bei der Außenexpedition vor die kamera gewagt haben …

40k Orks: Bosse

In jeden guten Ork-Waaagh! gehört natürlich eine Einheit Bosse. Da die Jungs noch für die 5. Edition von Warhammer 40k entstanden sind, haben sie möglichst unterschiedliche Bewaffnung, um Wundgruppen zu erzeugen. Die Modelle sind ein Mix aus Black Reach Plastikteilen, Plastikbossen aus der Boss-Box und den älteren Zinn Bossen.

Das Waaaghbanner ist auch gleich einer von den alten Zinn-Orks, allerdings mit Plastikkralle …

… aber auch die anderen sind grimmig dreinblickende Kerle …

… manche sogar mit einem beliebten Taktische-Space-Marines-Schaschlik …

… oder einem Kombibrenna …

… und weil den auch der Kollege schon hat, musste dieser hier einen Fetten Spalta bekommen …

… mangels freier Hände auf den Rücken getakkert. Der Spalta ist aus gewöhnlichen Spaltateilen und einem Stück Gussrahmen gebaut …

… was aber beim fertigen Ork dann nicht mehr auffällt …